Sonderausstellungen


Termine:

  bis 16.07.2017: Der gehobene Schatz - Eine Kurfürstenbibel aus Ladenburg (Sonderschau)
  21.07.2017: Sonderführung mit Dr. A. Hensen "Bischöfe, Kaiser, Kurfürsten" 18:30 Uhr ab Lobdengau-Museum 3,50/2,00 Euro
  14.10.2017 - 04.02.2018: GROSSE WELTEN, KLEINE WELTEN (Ausstellung)



Fratzen und Fabelwesen von St. Sebastian


Die Kapelle St. Sebastian im Gelände des Ladenburger Bischofshofs gehört zu den besterhaltenen Zeugnissen der romanischen Sakralarchitektur in Deutschland. Im vergangenen Jahr haben Stadt, Bistum und Kirchengemeinde einen Maßnahmenplan zur Sanierung des Kleinods entwickelt.

Der Rotary Club Lobdengau-Schriesheim setzt sich für den Erhalt der Kapelle ein. Ein wichtiges Ziel ist es, St. Sebastian für interessierte Besucher wieder zugänglich zu machen. Der Club hat den Steinbildhauer Christoph Lehr beauftragt, Kunststeinreplikate von einigen der seltsamen Masken und Fabelwesen anzufertigen, die in die Außenfassade des Mauerwerkes eingesetzt sind. Diese Werke sollen dem Lobdengau-Museum als Leihgaben zur Verfügung gestellt werden. So wird den Gästen des Museums die Möglichkeit gegeben, die aus der Distanz schwer erkennbaren Reliefs zu studieren.






Dagoberts Ladenburg?
   ÜberReste des frühen Mittelalters.

   Eine Schülerausstellung
   ( die Ausstellung ist beendet )

Wann werden nach dem Ende der antiken Metropole Lopodunum die Anfänge der nachrömischen Stadt Ladenburg fassbar? Mit dieser Frage beschäftigten sich Ladenburger und Heidelberger Schüler im Rahmen des von der Robert Bosch-Stiftung geförderten Projektes ‚Denkwerk Mittelalter‘. Ihre Antworten werden nun in einer kleinen, von den Schülern an den drei Lernorten Universität, Schule und Museum konzipierten Ausstellung gezeigt. Angeleitet und begleitet wurden sie dabei von ihren Geschichtslehrern, Studierenden und Professoren der Universität Heidelberg sowie der Leitung des Lobdengau-Museums der Stadt Ladenburg.
Neben spektakulären archäologischen Funden aus einem merowingerzeitlichen Friedhof in Ladenburg stellt die Präsentation erstmals eine für die Stadtgeschichte bedeutende und gleichzeitig fragwürdige Urkunde vor. In diesem Dokument spielt der sagenumwobene fränkische König Dagobert I. eine zentrale Rolle…
Initiator dieses Projektes ist das Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde der Universität Heidelberg, das mit dem Institut für Europäische Kunstgeschichte, dem Carl-Benz-Gymnasium Ladenburg, dem Kurfürst-Friedrich-Gymnasium Heidelberg und dem Lobdengau-Museum der Stadt Ladenburg eine Kooperation vereinbarte.

Für Schulklassen gibt es im Rahmen der Museumspädagogik einen Fragebogen zum obigen Thema.      DOWNLOAD



Lopodunum 3D

   ( die Ausstellung ist beendet )

LOPODUNUM wurde von Kaiser Trajan (98-117 n. Chr.) zum Hauptort der CIVITAS ULPIA SUEBORUM NICRENSIUM erhoben. Ladenburgs antiker Vorgänger wandelte sich in den folgenden Jahren vom Kastellort zur Stadt. Das auffälligste Merkmal der baulichen Veränderungen war die Errichtung eines Forums mit einer Basilika. Es handelt sich um das größte Gebäude dieser Art aus der römischen Epoche Süddeutschlands!

Auf der Grundlage einer detaillierten archäologischen Erforschung dieses Komplexes konnte in Zusammenarbeit mit MediaCultura (Dr. Jürgen Süß) eine 3D-Visualisierung angefertigt werden. Der fünfminütige Film und die Elemente der Rekonstruktion sind nun im Rahmen einer archäologischen Präsentation erstmals öffentlich zu sehen.

Die 3D-Visualisierung wurde durch die Unterstützung der Förderstiftung Archäologie in Baden-Württemberg (Dr. Arno und Heide Schmackpfeffer) und des Heimatbundes Ladenburg e. V. ermöglicht.

Flash Player downloaden, um den Film zu sehen.
Vorschau / Trailer



 Prinz, Soldat und Bischof.
Die letzte Reise des Ludwig Anton von Pfalz-Neuburg (1660-1694)

( die Ausstellung ist beendet )



Im Herbst 1969 entdeckte der bekannte Ladenburger Archäologe Dr. Berndmark Heukemes im Chor der Sebastianskapelle eine bis dahin unbekannte Gruft, in der ein hoher geistlicher Würdenträger bestattet war. Es gelang mit archäologischer Methodik, den Toten als Ludwig Anton von Pfalz-Neuburg zu identifizieren, der als Bischof von Worms amtierte und weitere wichtige geistliche Ämter besaß. Der mit knapp 34 Jahren Verstorbene hatte aber neben seiner geistlichen auch eine militärische Karriere als General im Krieg gegen das Osmanische Reich in Ungarn gemacht. Seine Familie stellte im 17. und 18. Jh. nacheinander drei Kurfürsten von der Pfalz und pflegte Verbindungen mit den wichtigsten Königs- und Fürstenhäusern in ganz Europa. Trotz großer Verdienste Ludwig Antons habe er aus undurchsichtigen, geheimnisvollen Gründen aber keine standesgemäße, sondern nur eine anonyme, „kümmerliche“ Beisetzung in Ladenburg erhalten.

Seit einiger Zeit meldet die Geschichtsforschung Zweifel an der Identifizierung des Toten von St. Sebastian an. Beide Auffassungen erscheinen für sich genommen überzeugend, lassen sich aber nicht vereinbaren. Die Ausstellung versucht, den derzeitigen Forschungsstand aufzuzeigen und Perspektiven zu entwickeln, wie sich das Dilemma auflösen lassen könnte. Präsentiert werden archäologische Grabfunde, bis jetzt wenig bekannte Bild- und Schriftquellen sowie Ablichtungen aus Heukemes’ Grabungstagebuch.





   Ton + Technik - Römische Ziegel

( die Ausstellung ist beendet )


Mit der Ankunft der Römer in unserer Region begann die Erfolgsgeschichte eines neuen Baumaterials: Mit Ziegelsteinen, –platten und -röhren wurden Mauern, Dächer, Wasserleitungen und Fußbodenheizungen errichtet. Oft wurden Ziegel mit Herstellerstempeln, Kritzeleien, Pfoten- und Fußabdrücken versehen, die den robusten Baustoff zu einer spannenden Quelle für die Geschichtsforschung machen. Die Ausstellung zeigte u.a. seltene Funde aus dem römischen Ladenburg/Lopodunum.

 

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