Sonderausstellungen


Termine:

  01.10.2017: Führung in die Antike "Latein ist fein" 15 Uhr
  14.10.2017 - 04.02.2018: GROSSE WELTEN, KLEINE WELTEN (Ausstellung)



„Große Welten – Kleine Welten:
Ladenburg und der Lobdengau zwischen Antike und Mittelalter“


Ein Kooperationsprojekt des Lobdengau-Museums mit der Universität Heidelberg und der Archäologischen Denkmalpflege Baden-Württemberg

Die historischen Prozesse, die in den Jahrzehnten zwischen dem Niedergang der hoch entwickelten Zivilisation in den römischen Provinzen am Rhein und dem Entstehen neuer Siedlungsstrukturen nach der Völkerwanderungszeit abliefen, lagen bis vor kurzem noch im Dunkeln. In jüngerer Zeit haben neue Methoden der historischen und insbesondere der archäologischen Forschung dazu beigetragen, diese Abläufe besser zu begreifen. In Ladenburg war die Zeit vom 3. bis zum 9. Jh. n. Chr. eine Epoche bedeutender Umbrüche, durch die der einstige Hauptort Lopodunum tiefgreifend verändert wurde. Intensive archäologische Forschungen, eine gut erhaltene bauliche Substanz in der Kernstadt sowie frühe Urkunden bieten in Ladenburg ungewöhnlich günstige Voraussetzungen, um den Übergang von der Spätantike zum Frühen Mittelalter zu untersuchen. Deshalb hat das Lobdengau-Museum mit dem Zentrum Kulturelles Erbe der Universität Heidelberg (HCCH) und der Archäologischen Denkmalpflege des Landes Baden-Württemberg eine Kooperation vereinbart und eine Expertengruppe gebildet, die sich diesen Fragen widmet.

Die Forschungsergebnisse werden in einer Sonderausstellung mit dem Titel „Große Welten – Kleine Welten. Ladenburg und der Lobdengau zwischen Antike und Mittelalter“ vom 14. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 gezeigt.

Auf der Basis der erarbeiteten Resultate werden Einblicke in die Entwicklung vom römischen Lopodunum zur frühmittelalterlichen civitas publica der Karolingerzeit präsentiert. Der Bogen spannt sich vom spätrömischen Siedlungs- und Militärplatz über die Grabfunde der Völkerwanderungs- und Merowingerzeit bis hin zur Ausbildung der frühmittelalterlichen Grundherrschaft im Banne des Reichsklosters Lorsch. Im Mittelpunkt stehen dabei die archäologischen Zeugnisse aus Ladenburg und dem Lobdengau, auf deren Grundlage ein neues Bild vom Übergang zwischen Antike und Mittelalter im unteren Neckargebiet gezeichnet werden kann. Ergänzt wird die Präsentation durch herausragende Exponate aus 15 weiteren Sammlungen und Museen des südwestdeutschen Raumes.

Ein wichtiges Ergebnis ist der Versuch, die Landschaft des Rhein-Neckar-Raumes im 4. Jahrhundert n. Chr. zu rekonstruieren. Das Resultat wird in einer 3D-Visualisierung anschaulich gemacht.

Auch akustisch können die Besucher in die Vergangenheit eintauchen: An zwei Audiostationen berichten Zeitzeugen über Erlebnisse, Sorgen und Hoffnungen.

Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation in der neu begründeten wissenschaftlichen Reihe LARES (Ladenburger Reihe zur Stadtgeschichte).

Große Welten – Kleine Welten:
Ladenburg und der Lobdengau
zwischen Antike und Mittelalter
14. Oktober 2017 bis 4. Februar 2018







Fratzen und Fabelwesen von St. Sebastian


Die Kapelle St. Sebastian im Gelände des Ladenburger Bischofshofs gehört zu den besterhaltenen Zeugnissen der romanischen Sakralarchitektur in Deutschland. Im vergangenen Jahr haben Stadt, Bistum und Kirchengemeinde einen Maßnahmenplan zur Sanierung des Kleinods entwickelt.

Der Rotary Club Lobdengau-Schriesheim setzt sich für den Erhalt der Kapelle ein. Ein wichtiges Ziel ist es, St. Sebastian für interessierte Besucher wieder zugänglich zu machen. Der Club hat den Steinbildhauer Christoph Lehr beauftragt, Kunststeinreplikate von einigen der seltsamen Masken und Fabelwesen anzufertigen, die in die Außenfassade des Mauerwerkes eingesetzt sind. Diese Werke sollen dem Lobdengau-Museum als Leihgaben zur Verfügung gestellt werden. So wird den Gästen des Museums die Möglichkeit gegeben, die aus der Distanz schwer erkennbaren Reliefs zu studieren.






Dagoberts Ladenburg?
   ÜberReste des frühen Mittelalters.

   Eine Schülerausstellung
   ( die Ausstellung ist beendet )

Wann werden nach dem Ende der antiken Metropole Lopodunum die Anfänge der nachrömischen Stadt Ladenburg fassbar? Mit dieser Frage beschäftigten sich Ladenburger und Heidelberger Schüler im Rahmen des von der Robert Bosch-Stiftung geförderten Projektes ‚Denkwerk Mittelalter‘. Ihre Antworten werden nun in einer kleinen, von den Schülern an den drei Lernorten Universität, Schule und Museum konzipierten Ausstellung gezeigt. Angeleitet und begleitet wurden sie dabei von ihren Geschichtslehrern, Studierenden und Professoren der Universität Heidelberg sowie der Leitung des Lobdengau-Museums der Stadt Ladenburg.
Neben spektakulären archäologischen Funden aus einem merowingerzeitlichen Friedhof in Ladenburg stellt die Präsentation erstmals eine für die Stadtgeschichte bedeutende und gleichzeitig fragwürdige Urkunde vor. In diesem Dokument spielt der sagenumwobene fränkische König Dagobert I. eine zentrale Rolle…
Initiator dieses Projektes ist das Institut für Fränkisch-Pfälzische Geschichte und Landeskunde der Universität Heidelberg, das mit dem Institut für Europäische Kunstgeschichte, dem Carl-Benz-Gymnasium Ladenburg, dem Kurfürst-Friedrich-Gymnasium Heidelberg und dem Lobdengau-Museum der Stadt Ladenburg eine Kooperation vereinbarte.

Für Schulklassen gibt es im Rahmen der Museumspädagogik einen Fragebogen zum obigen Thema.      DOWNLOAD



Lopodunum 3D

   ( die Ausstellung ist beendet )

LOPODUNUM wurde von Kaiser Trajan (98-117 n. Chr.) zum Hauptort der CIVITAS ULPIA SUEBORUM NICRENSIUM erhoben. Ladenburgs antiker Vorgänger wandelte sich in den folgenden Jahren vom Kastellort zur Stadt. Das auffälligste Merkmal der baulichen Veränderungen war die Errichtung eines Forums mit einer Basilika. Es handelt sich um das größte Gebäude dieser Art aus der römischen Epoche Süddeutschlands!

Auf der Grundlage einer detaillierten archäologischen Erforschung dieses Komplexes konnte in Zusammenarbeit mit MediaCultura (Dr. Jürgen Süß) eine 3D-Visualisierung angefertigt werden. Der fünfminütige Film und die Elemente der Rekonstruktion sind nun im Rahmen einer archäologischen Präsentation erstmals öffentlich zu sehen.

Die 3D-Visualisierung wurde durch die Unterstützung der Förderstiftung Archäologie in Baden-Württemberg (Dr. Arno und Heide Schmackpfeffer) und des Heimatbundes Ladenburg e. V. ermöglicht.

Flash Player downloaden, um den Film zu sehen.
Vorschau / Trailer



 

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